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Fritz Beblo erarbeitet strategisch einen synkretistischen Architekturstil. Dieser greift auf Formen zurück, die mit der elsässischen einheimischen Architektur verbunden werden und gleichzeitig aus dem Repertoire der süddeutschen Renaissance und des Barock schöpfen.

Dabei fügt er sich in die breite Strömung des „Heimatstils“ ein, die Deutschland zu seiner Zeit prägt. Er ist auch Teil des Projekts einer neuen Identität des Reichslands, das unterschwellig von liberalen Kreisen in Preußen gefördert wurde, die auf eine Modernisierung der politischen Strukturen setzten und gleichzeitig einer historischen Kontinuität treu blieben, die durch die Industrialisierung bedroht war.