Ausstellung

Horizon/t


Samstag 10.10 arrow Samstag 31.10
Wissembourg


Eintritt Frei
DE FR

Landschaft lesen im deutsch-französischen Grenzraum.

Das 1936 errichtete Deutsche Weintor trägt die Spuren der nationalsozialistischen Raum- und Kulturpolitik. Es markiert den Beginn der Deutschen Weinstraße. Auf seiner Sichtachse liegt das französische Geisberg-Denkmal, das an den Krieg von 1870 erinnert. Hier überlagern sich unterschiedliche historische Schichten und ringen um Deutungshoheit.

Die von Arthur Schuman konzipierte Ausstellung Horizon/t nimmt eine deutsch-französische, raumbezogene Analyse der beiden Bauwerke vor. Ausgehend vom Deutschen Weintor hinterfragt sie, wie sich politische und kulturelle Narrative in Landschaften einschreiben und weiterhin unsere Wahrnehmung von Räumen beeinflussen. Da das Weintor heute vor allem mit Weinbau und Tourismus in Verbindung gebracht wird, tritt der politische und ideologische Kontext seiner Errichtung leicht in den Hintergrund. Horizon/t thematisiert die Diskrepanz zwischen dem Sichtbaren, den bekannten Fakten und dem, was die Architektur weiterhin transportiert. Damit fordert die Ausstellung eine kritische Auseinandersetzung mit den Narrativen, die unsere kollektiven Vorstellungen prägen. Zugleich zeigt sie – angesichts populistischer Strömungen beiderseits des Rheins – aktuelle Bezüge zu solchen Bauten auf.

Vernissage: Samstag 10.10 um 19:00

Vor der Vernissage gibt es eine zweisprachige Lese-Performance und eine Zeichenwanderung zwischen Weintor und Geisberg:

➔ Lese-Performance, den 10.10 von 14:00 bis 15:00

➔ Zeichenwanderung, den 10.10 von 15:00 bis 17:00

EU-finanziertes Projekt im Rahmen des PAMINA Kleinprojektfonds Durchquerte Räume – Landschaft lesen, Architektur verstehen.

 
Organisiert von
Horizon,t-Anzeigenmotiv-A5-quer-cmyk - Grande
Photo : Arthur Schuman | Graphiste : Paul Schmidt.