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Chartier Dalix·serp
Seit seiner Gründung durch Frédéric Chartier und Pascale Dalix 2008 hat das Büro ChartierDalix rund dreißig Gebäude errichtet. Derzeit arbeitet es an etwa zehn Baustellen in Frankreich und anderen Ländern. Es ist Preisträger internationaler Wettbewerbe, darunter dem Umbau des Montparnasse-Turms mit Nouvelle AOM (ChartierDalix, Franklin Azzi, Hardel Le Bihan).
Das Büro wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Équerre d’argent in der Kategorie Lieux d’activités im Jahr 2022 für den neuen Sitz der AP-HP in Paris (12. Arrondissement).
Von Anfang an reflektierte das Büro über die Integration des Lebenden in die gebaute Umwelt und über die Beziehungen zwischen Architektur und Landschaft. Die Recherchen wurden in dem Buch „Accueillir le vivant: l’architecture comme écosystème“ veröffentlicht (2019, Park Books). 2024 wurde serp – studio d’expérimentation, renaturation et paysage – gegründet, um die von ChartierDalix betriebenen Forschungen und Realisierungen fortzuführen.
Gefördert durch: Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg, Architektenkammer Baden-Württemberg et Baden-Württemberg Stiftung
MVRDV
Winy Maas ist einer der Gründungspartner von MVRDV, einem preisgekrönten Architekturbüro, bekannt für seine innovativen und experimentellen Entwürfe in den Bereichen Architektur, Stadtplanung und Landschaftsgestaltung. Seit Maas das Büro 1993 mit Jacob van Rijs und Nathalie de Vries gegründet hat, realisierte er wegweisende Projekte, darunter den niederländischen Pavillon auf der Expo 2000, die Markthal in Rotterdam (2014), die Tianjin Binhai Library (2017) und das Depot des Museums Boijmans Van Beuningen in Rotterdam (2020) – das weltweit erste öffentlich zugängliche Kunstdepot.
Zudem widmet sich Maas der Lehre: Er ist Professor für Stadtplanung und Architektur an der TU Delft und Gründer des Forschungsinstituts „The Why Factory“. Er hatte Gastprofessuren am MIT und in Yale inne und übernahm 2022 eine Gastprofessur an der Tschechischen Technischen Universität in Prag. Für seine Stadtplanung wurde er mit dem niederländischen Löwenorden und der französischen Ehrenlegion ausgezeichnet.


Julien Boidot
Das Atelier Julien Boidot will öffentlich finanzierte Architekturen in meist gewöhnlichen Kontexten schaffen. Es gestaltet architektonische Dispositive, in denen die räumliche Umsetzung der Entwürfe weniger das Ergebnis einer Komposition ist als vielmehr das Ergebnis komplexer Interaktionen mit den bestehenden Situationen. So wird eine Architektur des Zusammenfügens definiert, in der die Grundlagen der Disziplin wie das Verhältnis zum Boden, die Ökonomie der Mittel, die Nutzung, die Zweckmäßigkeit der Struktur, die Tiefe, die Verteilung, die Beziehung zwischen Innen und Außen, die Sinnhaftigkeit und die Ästhetik unter dem Aspekt der Klimaproblematik hinterfragt werden.
Dieses Engagement sicherte dem Büro öffentliche Aufträge und zahlreiche Preise wie die Équerre d’argent (2021) und den RIBA International award for Excellence (2023). 2016 ist das Büro zusammen mit dem Kollektiv Ajap 14 und Obras/Frédéric Bonnet Kurator des französischen Pavillons auf der Biennale von Venedig 2016.
Bruther
Bruther ist ein Architekturstudio mit Sitz in Paris und Zürich, das 2007 von Stéphanie Bru und Alexandre Theriot gegründet wurde. Diese Generation Architekten startete ihre Karriere zu Beginn der Rezession. Darin spiegelt sich, wie sie Architektur definiert: als Schweizer Taschenmesser – ein Werkzeug, das unter verschiedensten Umständen eingesetzt werden kann, eine Hilfe, die alle Bereiche des Wissens zusammenbringt.
Die jüngsten Projekte verweisen auf ein heikles Gleichgewicht zwischen Strategie und Form, Konsequenz und Freiheit, Spezifischem und Generischem, Unmittelbarkeit und Entwicklungsfähigkeit. Die Arbeiten waren Gegenstand einer Monografie mit dem Titel „Introduction“ (2014) sowie zahlreicher weiterer internationaler Veröffentlichungen (2G / 2017, El Croquis / 2019, A+U / 2023).
Das Studio erhielt mehrere Preise, u. a. die Équerre d’argent (2016, 2018, 2020), den Prix Dejean (2018) oder den Swiss Architectural Award (2020). Die beiden Gründer*innen lehren an mehreren Architekturschulen weltweit als außerordentliche Professor*innen für Architektur und Design.
