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Festlicher Abschlussvortrag

Peter Haimerl

Um die Geschichte der Bauten zu erzählen und diesen neuen Glanz zu verleihen, stellt Peter Haimerl Bauen im Bestand in den Vordergrund seiner Arbeit. Bei seiner unvergleichlichen Architektur setzt er insbesondere auf den Einsatz von Stein. Dank des Austauschs mit Expert*innen diverser Bereiche wie Sozialwissenschaften, Politik und Kunst erschafft er innovative Werke, die kreative Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit bieten. Für seine einzigartigen Bauten erhielt er zahlreiche Preise, wie im Jahr 2021 eine Auszeichnung des Materialpreises in der Katgeorie Granit für den unterirdischen Konzertsaal des Hauses Marteau, dessen Ausgestaltung an die Bergbauvergangenheit der Region erinnern soll.

Journées de l'Architecture 2021 / Clôture

Auf dem Programm stehen eine Tanzperformance, der große Vortrag und ein geselliger Umtrunk im Bereich der Stände unserer privaten Partner.

Vortrag auf Deutsch mit französischer Übersetzung.

27. Oktober 2022

18:30 Uhr → 23 Uhr

Zénith

1, allée du Zénith, Strasbourg

D + F

Peter-Haimerl edward beierle

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Resonanz

Eine multidimensionale Musikerfahrung im öffentlichen Raum

Wir freuen uns, Ihnen unser neues deutsch-französisches Projekt präsentieren zu dürfen, ein Werk, das Architektur, Musik und Augmented Reality verbindet und in Partnerschaft mit dem Stuttgarter Kammerorchester produziert wurde : “Résonance | Resonanz”. Es wird das Festival ab seiner feierlichen Eröffnung mit einem Live-Konzert am 25. September um 17 Uhr auf dem Vorplatz des Justizpalastes in Straßburg begleiten und während der gesamten Dauer des Festivals frei zugänglich sein.

Voll und ganz im Einklang mit dem Thema der diesjährigen Architekturtage “Architektur und Ressourcen” soll es uns daran erinnern, wieder in Resonanz mit der Welt zu treten und unsere Beziehung zu ihr sowie ihren begrenzten Ressourcen zu überdenken/neu zu denken. Dieses deutsch-französische Gesamtkunstwerk des Kammerorchesters Stuttgart und des Straßburger Künstlers sowie Architekten Marc Fornes wurde anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Straßburg und Stuttgart konzipiert.

Die Installation, bestehend aus der Kombination eines Floorgraphic, der Interpretation des Liedes “Shaker Loops” von John Adams sowie Animationen, die mithilfe einer App über das Handy abgespielt werden, vereint spielerisch Musik und Architektur miteinander.

Das Gesamtkunstwerk wird interaktiv mithilfe einer kostenlosen App von den Besucher*innen selbst kreirt, wobei die optische Darstellung der Resonanz das physische Erleben der Musik sowie einen visuellen und emotionalen Zugang zu diesem Kunstwerk ermöglicht. Sobald ein*e Besucher*in den 140qm großen Floorgraphic betritt, ertönt eine von sieben Streicherstimmen, die von dem Stuttgarter Kammerorchester eingespielt wurden. Gleichzeitig erscheinen farbenprächtige und einzigartige 3D-Animationen auf ihren Handydisplays. Befinden sich sieben Personen auf dem Floorgraphic, so erklingt Shaker Loops als vollständiges Musikstück und zwischen den Besucher*innen eine wahrhaftige Resonanz entstehen lässt.

Das Ziel dieses immersiven Projektes ist es, einen Ort der interkulturellen Begegnung und gemeinsamen Erfahrung zu schaffen, der durch den ganztägig freien Zugang im öffentlichen Raum ermöglicht wird.

Für ein abwechslungreiches Begleitprogramm für Groß und Klein sorgt das EA u.a. mit einer Vernissage, Besichtigungen, pädagogischen Aktivitäten sowie deutsch-französischen Führungen mit dem Architekten und Künslter Marc Fornes.

→ Mehr Informationen

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Roger Boltshauser

Roger Boltshauser wurde 1964 geboren und absolvierte sein Studium an der Hochschule Luzern – Technik & Architektur HTA sowie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Seine Expertise über Proportionen, die er sich zu Beginn seiner Architekturkarriere mithilfe von Reliefstudien aneignete, vermittelte er zuletzt als Dozierender an der Hochschule Luzern und der ETH Zürich. Für seine Werke erhielt er u.a. 2016 die Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich sowie 2014, zusammen mit Martin Rauch, den Ernst-A.-Plischke-Preis für das Haus Rauch. Er arbeitete mit Martin Rauch, unter anderem im Rahmen der Konstruktion des Lehmhauses in Schlins. Die Werke von Roger Boltshauser stehen für Beständigkeit und die soziale Verantwortung der Architektur.

Ziegelei-Museum, Cham © Kuster Frey

Vortrag “Beyond rammed earth”

 7. Oktober 2022

 18 Uhr

Campus Fonderie – Université de Haute-Alsace

16, rue de la Fonderie, Mulhouse

D + F

IMG_8678_Photo by Michael Artur Koenig

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Martin Rauch

Als international anerkannter Verfechter der Lehmbautechnik ruft Martin Rauch angesichts der Klimafrage, der Begrenztheit der Ressourcen sowie der wachsenden Städte dazu auf, in der Architektur der Zukunft verstärkt auf Holz und Erde als Baumaterialien zurückzugreifen. Um die vielfältigen Vorteile und Möglichkeiten dieser Materialien sichtbar zu machen, konstruierte Rauch im Jahr 2008 sein eigenes Haus mithilfe der Lehmbautechnik, für das er die Erde der dortigen Baugrube verwendete und ein Pionierprojekt für ressourcenschonende sowie zeitgenössische Architektur erschuf.


Foto: Haus Rauch © Beat Bühler

1958 in Schlins im österreichischen Vorarlberg geboren, machte er während seiner Ausbildung an der Fachschule für Keramik und Ofenbau in Stoob und an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien erste Erfahrungen mit dem Lehmbau. Im Rahmen seiner Arbeit als Entwicklungshelfer in Afrika lernte er die dortigen Bau- und Lebensweisen und die mit ihr einhergehende Ressourcennutzung kennen, wodurch er wichtige Impulse für seine Architektur erhielt. Seine Expertise gab er im Rahmen seiner Lehrtätigkeit an der Kunstuniversität Linz und der ETH Zürich weiter. Martin Rauch ist Träger zahlreicher Preise, darunter der Holcim Award2011 und der Internationale Preis für nachhaltige Architektur Fassa Bortolo 2008.

7. Oktober 2022

19 Uhr

Campus Fonderie – Université de Haute-Alsace

16, rue de la Fonderie, Mulhouse

D + F

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Gilles Perraudin


Gilles Perraudin studierte Ingenieurwesen an der Schule “La Martinière” in Lyon (1970) und begann dann die Architekturschule in Lyon (1977). Im Laufe dieser Ausbildung trennte er nie die Beziehung zwischen Denken und Bauen. Fasziniert von der lokalen Architektur und der Beziehung zwischen Mensch, Klima und Wohnraum machte er eine entscheidende Erfahrung im Atelier von André Ravereau (großer Architekturpreis des Agha Khan), der in der M’zab-Region in Algerien lebt und arbeitet.
1980 gewann er den ersten europäischen Wettbewerb für passive Solarenergie dank eines Hauses, das bereits alle wichtigen Prinzipien enthielt, die in seinen zukünftigen Bauwerken Anwendung finden sollten. Insbesondere das Prinzip der “mikroklimatischen Hülle”, das seine Vollendung in den Projekten der Akademie Herne in Deutschland und des Collège de Vauvert (nicht gebaut) finden wird. Als Teil der Bewegung, die das westliche Konsummodell ablehnt, definiert Gilles Perraudin die Grundlagen einer “situierten Architektur”. Er baute Häuser aus Lehm, Holz und Materialien, die aus dem Bau von standardisierten Hangars stammten, und legte damit die Grundlage für einen Baukorpus. Die Entdeckung und das Studium der Architektur von Louis Kahn ermöglichte es Gilles Perraudin, an die großen Vorbilder der antiken Architektur und der rationalistischen französischen Tradition anzuknüpfen.


Foto : Ecole d’architecture de Lyon, Frankreich, Baujahr 1987, Ausbau 2012-2014 © Georges Fessy photographe

Der Bau der Ecole de la Lanterne in Cergy-Pontoise und später der Ecole d’Architecture in Lyon lässt eine neue Dimension der Arbeit von Gilles Perraudin erkennen: die Schaffung eines Ortes, an dem die materielle Dimension des Werkes vor einer spirituellen und poetischen Inspiration zurücktritt. Das Büro verfolgte eine “geduldige Suche”, die auf dem Respekt und der Einsparung von Ressourcen, der Verwendung natürlicher Materialien und damit der Begrenzung des Energieaufwands beruhte, was zu einem wiederkehrenden Leitmotiv dieser Haltung werden sollte. Mit dem Bau des Chai de Vauvert im Jahr 1998 setzte Gilles Perraudin wieder ein natürliches Material ein: den Stein, der in seinen späteren Werken eine immer wichtigere Rolle spielen sollte. Da er im Laufe seiner Verwendung die unbestreitbaren Umweltvorteile dieses Materials entdeckte, wurde er zum eigentlichen Inspirator eines architektonischen Ausdrucks, der all das vereint, was Perraudin Architectes in seiner Arbeit sucht: eine ausdrucksstarke Nüchternheit, die Zurücknahme des Architekten, der zum einfachen Vermittler zwischen der Materie und den menschlichen Wünschen wird, die Möglichkeit für die Gesellschaften, eine Identität in Verbindung mit ihrem Lebensort wiederzufinden, der Vorrang des Geistigen des Menschen/Architekten vor der ingenieurtechnischen Technostruktur, die sich den materialistischen Werten verschrieben hat. Eine schwierige Arbeit, die durch die unerschütterliche Überzeugung von der Richtigkeit eines solchen Ansatzes überwunden wird, die das Team, das Gilles Perraudin bei dieser Herangehensweise an die Architektur, die mittlerweile durch bedeutende Projekte markiert ist, begleitet, voll und ganz teilt.

23 September

18:30 Uhr

La Briqueterie

Av. de la 2ème Division Blindée, Schiltigheim 

F

Gilles_Perraudin_crédit_Serge_Demailly

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Tatiana Bilbao

Tatiana Bilbao wurde 1972 in Mexico City in eine Architektenfamilie geboren. Sie studierte Architektur an der Iberoamerikanischen Universität, wo sie 1996 ihren Bachelor in Architektur und Stadtplanung machte. Im Jahr 1998 wurde sie für die beste Architektur-Dissertation des Jahres ausgezeichnet.

1998-99 arbeitete Bilbao als Ausbilderin in der Abteilung für Wohnungsbau und Stadtentwicklung von Mexiko-Stadt. Während dieser Zeit war sie auch Beraterin des Secretaría de Desarrollo Urbano y Vivienda del Gobierno del Distrito Federal, einer Regierungsbehörde, die die Stadtentwicklung und den Wohnungsbau in Mexiko-Stadt beaufsichtigt. 1999 war sie Mitbegründerin von LCM, das neuartige Geometrien und avantgardistische Räume erforscht.

2004 gründete Bilbao mit den Architekten Derek Dellekamp, Arturo Ortiz und Michel Rojkind MX.DF. MX.DF ist ein Zentrum für Stadtforschung, das sich mit der Produktion von Raum, seiner Besetzung, seiner Verteidigung und seiner Kontrolle in Mexiko-Stadt beschäftigt. Ebenfalls 2004 gründete sie das Tatiana Bilbao Estudio, um an Projekten in China, Europa und Mexiko zu arbeiten. Das erste von ihrem Büro gebaute Projekt war der Ausstellungspavillon des Jinhua Architecture Park unter der Leitung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei, der eine Gruppe junger Architekten aus der ganzen Welt ausgewählt hatte, um einen großen Park mit einem Netz von Pavillons am Ufer des Yiwu-Flusses in der Nähe von Shanghai zu entwerfen und zu entwickeln. Der Ausstellungspavillon im Park Jinhua Architecture wurde 2007 fertiggestellt und ist eines der bekanntesten Werke Bilbaos.

Los Terrenos, Monterrey, 2016 © Rory Gardiner


Die Architektur von Tatiana Bilbao gibt die Kultur und die konstruktiven Traditionen ihres Landes auf zeitgenössische Weise wieder und verleiht der Landschaft, die in ihren verschiedenen Maßstäben erfasst wird, eine zentrale Rolle. Von der mexikanischen Landschaft über Stadtlandschaften bis hin zur “inneren Landschaft” jedes Gebäudes erforscht die mexikanische Architektin nicht nur den physischen, sondern auch den ideellen Kontext und tritt in einen Dialog mit Philosophen und Soziologen, aber auch mit zahlreichen Gesprächspartnern aus anderen Disziplinen.

Zu ihren verschiedenen Arbeiten gehören der Botanische Garten in Culiacán, ein Masterplan und eine Kapelle in Jalisco an einem Pilgerweg, ein Biotechnologiezentrum, ein Bestattungsinstitut und ein Prototyp für nachhaltigen Wohnungsbau. Bilbao arbeitete an der Schaffung von preisgünstigem Wohnraum, um das Problem des sozialen Wohnungsbaus in Mexiko zu lösen, und baute 32 Häuser im Rahmen dieses Programms.

11. Oktober 2022

18:30 Uhr

Oberrheinhalle

Schutterwälder Straße 3, Offenburg

Eng+F+D

TATIANA BILBAO BY CANCINO