Oscar
Der trinationale Schüler*innenwettbewerb
Seit mittlerweile 18 Jahren belohnt Oscar den Bau von Architekturmodellen durch Schüler*innen von der Grundschule bis zu den Abschlussklassen in der ganzen Oberrhein-Region.
Der Erfolg dieser grenzüberschreitenden Initiative wächst von Jahr zu Jahr und fördert den Austausch und Begegnungen zwischen beiden Ufern des Rheins. 2.500 bis 3.000 Schüler*innen aus dem Elsass, Baden-Württemberg und den Basler Kantonen nehmen jedes Jahr an diesem großen Wettbewerb teil. Während der ganzen Dauer des Wettbewerbs (September – Juni) können die Schulklassen in den Genuss eines Architekt*innen-Besuchs und in den Austausch mit einer Partnerklasse im jeweiligen Nachbarland kommen.
Die eingereichten Modelle werden von Jurys bewertet, an denen Architekt*innen, Student*innen der Architektur und Lehrer*innen mitwirken. Zum Abschluss werden in den Referenzstädten am Oberrhein Preisverleihungen und Ausstellungen organisiert.
Das Thema der Ausgabe 2026-2027 lautet „Platz schaffen!“.
Mehr Luft zum Atmen! Wie können wir in einer Stadt, die immer dichter wird, neue Freiräume schaffen? Wie können wir uns in einer gebauten Umgebung orientieren und wohlfühlen? Ein Platz ist ein Treffpunkt und ein wichtiger Orientierungspunkt. Seine Grenzen scheinen klar erkennbar: ein Freiraum, der von Gebäuden und Stadtstrukturen gefasst wird. Doch ein Platz ist viel mehr als nur ein leerer Raum. Durch die Menschen, die ihn nutzen, durch ihre Begegnungen, Erinnerungen und Aktivitäten, wird er ständig neu gestaltet und weiterentwickelt.
Ein Platz kann ein beeindruckender Ort mit Monumenten und besonderer Architektur sein, die ihm eine starke Identität verleiht. Er kann aber genauso ein einfacher Ort des Alltags sein – mit einem Brunnen, einigen Bäumen, Bänken oder einem Bouleplatz, an dem Menschen zusammenkommen.
Überall auf der Welt erzählen Plätze Geschichten: der Markusplatz in Venedig als weltberühmter Treffpunkt, der Xinghai-Platz in Dalian in China als riesige urbane Freifläche, der lebendige Stadtraum rund um Shibuya in Tokio oder die Plaza de España in Sevilla mit ihrer einzigartigen Architektur, die sogar als Filmkulisse für Star Wars diente.
Ein Platz kann unterschiedliche Aufgaben erfüllen: Er kann ein Ort des Austauschs sein, wie der Bereich rund um den „Baum des Palavers“ in afrikanischen Gemeinschaften, oder ein Ort der Erinnerung wie der Jardin Saint-Gervais in Paris. Er kann aber auch ein kleiner Rückzugsort mitten in der Stadt sein, wie die „Pocket Parks“ in Manhattan, oder ein großer gemeinschaftlicher Raum wie das Tempelhofer Feld in Berlin.
Einen Platz zu entwerfen und zu gestalten – in einer Stadt oder in einem Dorf – ist eine besondere Aufgabe. Es bedeutet, einen Raum für alle Menschen zu schaffen: einen Ort der Begegnung, der Ruhe, des Spiels, des Austauschs und der Entdeckung. Stellt euch einen Platz vor, an dem Menschen gerne zusammenkommen! Einen Ort, der überrascht, verbindet und in Erinnerung bleibt.
Also: Schaffen wir Raum, geben wir unseren Städten Luft zum Atmen und gestalten wir Plätze für alle!
Das Themendossier ist in Verfassung und wird bald auf dieser Seite verfügbar sein.
Telefon : +33(0)3 88 10 20 64
© Dans les villes | Illustration : Ambre Barré Venturini